Tübinale 2022

Thema: Medienkonvergenz & Polarisierung


studentische Kurzfilmfestival Tübingen, Universität Tübingen, Institut für Medienwissenschaft, Filmfestival 2022, im Landestheater Tübingen und als Livestream

Liebe Tübinale-Fans und Kurzfilm-Begeisterte

In diesem Jahr wurde das Thema „Medienkonvergenz und Polarisierung“ von den Studierenden der G3-Vorlesung von Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach im Film umgesetzt. Vierzehn Filmteams, fünf Auszeichnungen und ein unvergesslicher Abend warteten auf euch. Wir haben uns sehr über euer zahlreiches Kommen und den unvergesslichen Abend gefreut.   


Das war die Tübinale 2022


Wir gratulieren den Siegerteams:

Bester Dramaturgie:

Emoma Studios mit Hinüber 

 

Beste Produktion

und

Bester Film

 Girls Gone Wild mit ON

 

Beste Themenumsetzung

 Tübinger Triblett mit How to peel an Banana

  

Publikumspreis:

  Kinematografen Produktion mit Der grüne Sessel


Rückblick auf die Tübinale 2022

 

 Am 09. Mai 2022 fand im Landestheater Tübingen Reutlingen die 11. Tübinale statt. Zeitgleich wurde das studentische Kurzfilmfestival auch auf YouTube gestreamt. Im Rahmen des diesjährigen Vorlesungsthemenschwerpunktes „Medienwandel, Medienkonvergenz und Polarisierung“ waren in den vergangenen Monaten 14 Kurzfilme von Tübinger Medienwissenschaftsstudierenden realisiert worden. Der Tübinale-Abend bildete den feierlichen Höhepunkt des Events, denn an diesem Abend wurden die studentischen Kurzfilme erstmals öffentlich ausgestrahlt und die Auszeichnungen einer unabhängigen und fachkundigen Jury preisgegeben. Wir wollen nun den Abend Revue passieren lassen und bekannt geben, welche der 14 studentischen Kurzfilme ausgezeichnet wurden: 

 

Ab 18:00 Uhr erschienen die ersten gut gelaunten Zuschauer:innen im Foyer des LTTs. Während noch einige den strahlenden Sonnenschein vor dem LTT genossen, freuten sich andere über ein kühles Glas Sekt an der Bar. Filmteams, Studierende, Dozierende, Tübinale-Fans und Kurzfilm-Begeisterte warteten gespannt und voller Vorfreude auf den Beginn des Abendprogramms, unterhielten sich, blätterten im Tübinale-Magazin oder machten Fotos auf dem roten Teppich.  

 

Hinter der Bühne bereiteten sich Bella, Chiara und Emma auf die Moderation des Abendprogramms vor. Kurz nach 19:00 Uhr begrüßten die drei Medienwissenschaftsstudentinnen das Publikum im ausverkauften LTT-Saal und die Zuschauer:innen des Livestreams. Die 11. Tübinale war eröffnet! 

 

Es folgte ein abwechslungsreicher Abend mit der Präsentation von 8 der 14 Fünf-Minuten-Filmen, die Vorstellung der vier möglichen Preiskategorien mit je drei nominierten Filmen und einem Publikumspreis. Das bedeutete überwältigte und glückliche Filmteams und herzliche Jury-Laudationen. Dazwischen sorgte die junge Tübinger Indie-Pop-Band „Estate“ für musikalische Abwechslung und Trommelwirbel.  

 

Nach der Pause mit Getränken für die LTT-Gäste und Online-Pausenprogramm für die Livestream-Zuschauer:innen stand die „Polarisierung“ als Themenschwerpunkt des Abends im Vordergrund. Der Tübinger Medienwissenschaftsprofessor Dr. Bernhard Pörksen beleuchtete das Thema Polarisierung im Bühnengespräch und eröffnete spannende Einsichten und aktuelle Bezüge. Später resümiert Dr. Lukas R. A. Wilde, Tübinale-Seminarleiter und Medienwissenschaftler: „Der Mittelteil mit Prof. Dr. Bernhard Pörksen hat einen Rahmen aufgemacht, in dem alle Besucher:innen eine sehr eigentümliche und intellektuelle Schleife mitgegangen sind.“  

 

Wie vielfältig und omnipräsent das Thema Polarisierung ist, das haben uns insbesondere die Kurzfilme vor Augen geführt. Kreativ, provokant, ironisch, ästhetisch und technisch beeindruckend haben die Filmteams das Thema Polarisierung visualisiert.  

 

Den Preis für die Beste Dramaturgie hat „Hinüber“ von „emoma studios“ gewonnen. In der Begründung der Jury hieß es, der Film habe überzeugt, da ein Protagonist geschaffen wurde, der mit einem tiefsitzenden inneren Konflikt konfrontiert ist: auf der einen Seite sein verstorbener, gewalttätiger und homophober Vater und auf der anderen Seite steht er selbst und seine queere Persönlichkeit. Beide Seiten stoßen sich dabei voneinander ab. Diese innere Zerrissenheit überzeugte von Anfang bis Ende dramaturgisch.  

 

In der Kategorie Beste Produktion wurde der Film „ON“ von den „Girls Gone Wild“ ausgezeichnet. Der Film wurde von der Jury für seine Eigenständigkeit der künstlerischen Idee, der eigenwilligen Interpretation des Begriffs Polarisierung und besonders für eine gelungene filmische Produktion preisgekrönt. „Kontrovers, assoziativ, experimentell“ fasst Wiebke Berndt den Film lobend zusammen. Ohne Worte thematisiert der Film die lesbische Liebe zweier Nonnen in der Kirche.  

 

Die Auszeichnung für die „Beste Themenumsetzung“ ging an das „Tübinger Triplett“ mit dem Film „How to peel a Banana“. Der Film zeigt einen polarisierenden Protest um die humorvolle Frage, ob eine Banane von oben oder doch von unten geschält werden soll. Banal, aber genial! Dominik Kuhn, Mitglied der Jury, sagte in seiner Videobotschaft, die Metapher sei vollkommen klar und der Film sauwitzig und mit schnell lesbaren Szenen, einfach wunderbar spitze und gut umgesetzt.  

 

Der Preis für den beste Film erhielten die „Girls Gone Wild“ mit ihrem Film „ON“. Dieser Film überzeugte sowohl in der Produktion, der Themenumsetzung als auch in der Dramaturgie und hat sich insgesamt von den anderen Filmen abgehoben. Dr. Jana Kübel, Journalistin und SWR-Moderatorin, verkündete auf der Bühne die Jury-Entscheidung: Die Bildkomposition und Schnitte seien in Kombination mit der Musik bemerkenswert und habe einen durchdachten Spannungsbogen entstehen lassen. Der Film könne mit allen Sinnen wahrgenommen werden und würde den Zuschauenden durch die übertrieben lang dargestellte Intimität zweier Frauen selbst schamlos entlarven. Ein außergewöhnlicher und mutiger Film! 

 

Den Publikumspreis erhielten – sehr überlegen – die „Kinematografen Produktion“ mit ihrem Kurzfilm „Der grüne Sessel“. Der Film handelt aus einer rückblickenden Perspektive von Aussteiger Tim, der Gender-Debatte und einer zunehmenden Eskalationsspirale. Das Thema Hassnachrichten und Anfeindungen gegenüber den LGBTQIA+ Community wurde filmisch ansprechend visualisiert und überzeugte das Publikum.   

 

Nach der Tübinale sagte Elias Raatz, wissenschaftliche Hilfskraft im Projektmanagement des Festivals, die Tübinale 2022 sei „das spektakulärste Event des MeWi-Instituts seit der Tübinale 2021“ gewesen und lacht. Dr. Lukas R. A. Wilde findet „die Tübinale 2022 hat den generellen Festcharakter des Formats noch oben geschoben. Es war sehr eindrucksvoll!“ Das LTT-Team sagte auf Nachfrage, dass das Publikum sehr besonders gewesen sei „und wir kriegen hier viele Publika mit: es war freundlich, höflich und warmherzig - ja einfach sehr besonders!“  

 

Tatsächlich war der Tübinale-Abend 2022 ein grandioser und abwechslungsreicher  Abend: Es gab viel Applaus, es wurde gelacht und sogar am Schluss getanzt, bevor es dann weiter zur After-Show Party ins nahegelegene „Friedrichs“ ging. Aber die Filme haben auch zum Nachdenken angeregt und in vielerlei Hinsicht beeindruckt. Alle 14 Kurzfilme der Tübinale 2022 sowie der dreistündige Livestream sind auf YouTube jederzeit abrufbar.  

 

Bleibt nur noch DANKE AN ALLE zu sagen, die zum allgemeinen Gelingen der Tübinale und insbesondere zur Perfektion des Tübinale-Abends in vielfältiger Art und Weise beigetragen haben!  

 

Wir als Tübinale-Team 2022 möchten uns nun verabschieden und freuen uns auf die kommende Tübinale zum Thema „Medienkonvergenz und Plattformen“ mit neuen Filmteams, tollen Ideen und

ausgezeichneten Filmen.  


Das war unser Abendprogramm

Einlass & Sektempfang im Foyer

Begrüßung zur Tübinale 2022

Vorstellung der Jury und der Kategorien der Preisverleihung

Vorstellung der 1. Kategorie

Präsentation der nominierten Filme

Verleihung des Preises „Beste Dramaturgie“

Bandeinlage von „Estate“

Vorstellung der 2. Kategorie

Präsentation der nominierten Filme

Verleihung des Preises „Beste Produktion“

Pause

Vortrag Prof. Dr. Bernhard Pörksen

Vorstellung der 3. Kategorie

Präsentation der nominierten Filme

Verleihung des Preises „Beste Themenumsetzung“

Abstimmung Publikumspreis

Bandeinlage von „Estate“

Verleihung Publikumspreis

Vorstellung der Kategorie „Bester Film“

Präsentation der nominierten Filme

Verleihung des Preises „Bester Film“

Danksagung

Abschluss



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